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Wie die Piktogramme entstehen

Jedes Piktogramm ist konstruiert, nicht gezeichnet – und am Publikum geprüft.

Konstruiert, nicht gezeichnet

Alle Piktogramme basieren auf einem Raster von 72 × 72 Einheiten. Anker- und Kontrollpunkte stehen immer auf einem dieser Punkte.

Diese Systematik ermöglicht eine praktisch unerschöpfliche Vielfalt an Formen und garantiert gleichzeitig, dass die Piktogramme als Familie wahrgenommen werden und eine gestalterische Einheit bilden.

Die Teetasse auf dem 72 × 72-Raster: Anker- und Kontrollpunkte liegen auf Rasterpunkten.

Der semiotische Tetraeder

Das semiotische Dreieck erklärt, warum und wie ein Piktogramm richtig gelesen und verstanden wird.

Handskizze des semiotischen Dreiecks, ergänzt um Umfeld und Kontext als vierten Punkt
Rolf Widmer hat in seiner Masterarbeit festgestellt, dass dem semiotischen Dreieck, welches der Funktion eines Piktogramms zugrunde liegt, ein wichtiger Aspekt fehlt: das Umfeld, der Raum und somit der Kontext. Um dies in das Modell zu integrieren, hat er die Idee des semiotischen Tetraeders entwickelt.
Vier Piktogramme derselben Figur; je nach Linie wird daraus Tennis, Badminton, Squash oder Tischtennis
Diese Serie zeigt, dass das Abbilden des Raumes massgebend dazu beiträgt, wie ein Piktogramm interpretiert und verstanden wird: immer die gleiche Figur – eine Linie in veränderter Position oder Form, und aus Tennis wird Badminton, Squash oder Tischtennis.

Ein Modell schafft Systematik

Um der Piktogrammentwicklung eine Systematik zugrunde zu legen, hat Rolf Widmer ein Modell entwickelt, mit dem sich Inhalt und Wechselwirkung gut beschreiben lassen. Die auf dieser Basis erarbeiteten Piktogramme haben gute Chancen, auf Anhieb richtig gelesen und verstanden zu werden.

Diagramm aus neun Feldern: Infrastruktur, Raum, Wirkkraft, Objekt, Thema, Element, Hilfsmittel, Akteur, Wirkung
Auf der Basis des semiotischen Tetraeders hat Rolf Widmer ein Diagramm entwickelt, das sich eignet, um ein Piktogramm und dessen Inhalt treffend zu beschreiben.

Getestet und bestätigt

Die Piktogramme werden im Skizzenstadium mit bis zu 15 Varianten an bis zu 100 Personen getestet.

Neun Skizzenvarianten desselben Tennis-Piktogramms, zwei davon hervorgehoben
Wir testen die Piktogramme mit vielen Personen, um zu gewährleisten, dass sie auch verstanden werden. Das Zeichen mit der grössten Trefferquote setzen wir um.

Selber entwickeln – oder «Pro»

Willst Du Piktogramme in dieser Komplexität und Qualität selber entwickeln, wirst Du mehr Zeit benötigen, als Dir lieb ist. Mit der Variante «Pro» kannst Du sie stattdessen individualisieren – in Strichstärke und Duktus – so dass sie zu Deinem Projekt und Deinen Kunden passen.

Vektor oder Pro – der Unterschied

Dasselbe Langlauf-Piktogramm in vier Strichstärken und sechs Duktus-Varianten
Ein Piktogramm, zehn Ausführungen: oben vier Strichstärken, unten sechs Duktus-Varianten.